Saarbrücker Rudernachwuchs trotzt Wind und Welle in Bremen

Der Höhepunkt der Saison für die jüngsten Ruderer aus ganz Deutschland ist der „Bundeswettbewerb für Jungen und Mädchen“, der am vergangenen Wochenende auf dem Werdersee in Bremen stattfand. Hier treten Auswahlmannschaften der Landesruderverbände über drei Tage in drei verschiedenen Wettbewerben gegeneinander am, um die beste Nachwuchsmannschaft zu küren. Aus Saarbrücken hatten sich insgesamt 10 Sportlerinnen und Sportler für die Teilnahme im Rahmen der Mannschaft des Ruderverband Südwest (gemeinsam mit Rheinland-Pfalz) qualifiziert. Unglücklicherweise gab es zwei Krankheitsfälle, so dass nur 7 junge Sportlerinnen und ein Sportler in Bremen an den Start gehen konnten.

Das „Goldkind“ aus Saarbrücker Sicht war Anneke Ihmann, die im Leichtgewichts-Mädchen Einer 14 Jahre sowohl die Langstrecke am Freitag über 3000m wie auch die „Bundesregatta“ über 1000m am Sonntag mit jeweils der deutlich schnellsten Zeit aller Läufe gewinnen konnte und sich dabei auch nicht von schwierigen Windbedingen beeinflussen ließ. Damit hat es Anneke Ihmann bislang geschafft im Einer in dieser Saison ungeschlagen zu sein, eine hervorragende Leistung!

Ebenfalls bei den 14 jährigen im Einer, aber nicht bei den Leichtgewichten, war Vanessa Raven am Start. Die Schülerin der Eliteschule des Sports am Rotenbühl war in der Vorbereitung durch eine Knieverletzung gehandicapt, konnte aber auf der Langstrecke den zweiten Platz in ihrer Abteilung einfahren. Über die 1000m startete sie im zweiten gesetzten Lauf und lieferte sich hier mit ihrer Südwest-Teamkollegin aus Bernkastel ein hartes Rennen um Platz 4, das aber zugunsten der Sportlerin von der Mosel ausging.

Im Einer war „notfallmäßig“ Fabrice Rheim am Start nachdem sein Doppelzweierpartner erkrankt ausfiel. Mit entsprechend wenig Routine im Einer ruderte er auf der Langstrecke aber die neuntschnellste Zeit und damit auch in den zweitschnellsten Lauf für Sonntag. Über die 1000m belegte er dann den fünften Platz.

Rang 5 gab es auch für den Doppelvierer mit Julia Herb, Katharina Cattarius, Livia Wolff, Jolina Erbach und Steuerfrau Frieda Schneider auf der Langstrecke. Diese Crew, in der mit Livia Wolff und Jolina Erbach zwei Sportlerinnen ihre erste Saison bestreiten, lieferte sich dann über die 1000m-Distanz ein hartes Rennen mit der Crew vom Ruderverband Schleswig-Holstein, in dem die Nordlichter aber die Saarbrücker Crew um 1 sec. auf Rang vier verweisen konnten.

Im Gesamt-Länderranking konnte sich die Mannschaft vom Landesruderverband Südwest den 12. Platz sichern, hier ist man aber den großen Landesverbänden strukturell unterlegen, da diese alle ihnen zustehenden Startplätze belegen können, dementsprechend groß der Abstand zum siegreichen Landesruderverband Sachsen-Anhalt (LINK zum Gesamtergebnis; LINK zum Ergebnis der Bundesregatta; LINK zum Ergebnis der Langstrecke).

Für die Crews von der Saar war der Bundeswettbewerb auf jeden Fall wieder eine Reise wert, zum einen aufgrund der Siege von Anneke Ihmann und zum anderen aber auch um Erfahrungen zu sammeln und das Mega-Event Bundeswettbewerb zu genießen.

(msf)